Jurybegründung 150% Festival:
"Die besondere Aneignung von Stadt durch die Bespielung des öffentlichen Raums halten wir bei dieser Produktion für äußerst gelungen und im wahrsten Sinne des Wortes wegweisend.“


Hamburger Abendblatt:
„...Das hat das Künstlerkollektiv Die AZUBIS perfekt drauf: Es lässt den Spaß und die Situationskomik in Ernst umkippen, plötzlich entsteht mitten im Gelächter betretene Stille...“


Neue Osnabrücker Zeitung:
"Die AZUBIS spielten facettenreich mit Poesie und mutiger Leidenschaft.“


Hildesheimer Allgemeine Zeitung
„Es ist ein sehr schöner, zum Glück auch sehr humorvoller und ehrlich berührender Weg, zum Fühlen, Denken und Sprechen anzuregen.“

Hamburger Abendblatt:
„…Näher an der Realität als in dieser wundervollen Performance kann Theater nicht sein.“


kju - Magazin
„Eine wahrhaft magische Vorstellung.“

Die AZUBIS

Wir, Die AZUBIS, verstehen uns als Poeten des Alltags und das Leben als ständigen und nicht enden wollenden Lern – und Entwicklungsprozess. Angetrieben durch Neugier und grenzenlosen Wissensdurst befassen wir uns mit Themen, die uns im Alltag begegnen.

Mit naivem Blick und ehrlichem Interesse vermeiden wir, dass unsere Arbeit durch gängige Denkstrukturen und aus der Distanz gefällte Werturteile beeinflusst wird. So begegnen wir jedem Themenfeld mit liebevoller Wertschätzung, sei es der Umgang mit Fischködern oder der eigene Freitod.

Der Einsatz unserer künstlerischen Formen und die Wahl des Aufführungsortes orientieren sich am jeweiligen Inhalt des Projektes. Wir führen im klassischen Bühnenraum wie auch im Schrebergarten, in der Privatwohnung oder am Flughafen auf. Wir sind klein, schnell und überall zu Hause.

Wir nutzen das ganze Spektrum theatraler Kunst: Schauspiel, Gesang, Videoeinspieler, klassische Texte, skurrile Kostüme, Installationen. Wir kombinieren Objekt- Schatten- und Erzähltheater mit interaktiven Szenerien und verbinden diese mit site–specific und urban art Elementen. Wir beziehen ggf. weitere professionelle Künstler wie auch Experten des Alltags in unsere Arbeit ein. Und nicht zuletzt stehen wir selber als Versuchspersonen auf der Bühne. Da trifft dann Sandanimation auf Hamlet im silbrig gestreiften Bienenkostüm.

Bei unserer künstlerischen Arbeit gibt es keine klassische Zuteilung der Theaterbereiche und ihrer Aufgabenfelder. In gleichberechtigter Arbeit beleuchten wir, Laboranten, die Aspekte, die uns betreffen und interessieren, beziehen Stellung und thematisieren persönliche Meinungsverschiedenheiten und Konflikte mit künstlerischen Mitteln live auf der Bühne.

Wir eröffnen durch unsere künstlerische Arbeit Assoziationsspielräume, die das Thema aus verschiedenen Perspektiven beleuchten, Konflikte und Widersprüche in den Raum stellen und die Phantasie des Zuschauers anstoßen, so dass dieser das Bühnengeschehen vervollständigen und sich sein eigenes Urteil bilden kann.

Kai Fischer und Christopher Weiß

Kai Fischer ist Theaterschaffender seit 1996 und diplomierter Kulturwissenschaftler seit 2007. Im Januar 2009 absolvierte er erfolgreich die w.i.w. AKADEMIE Brandenburg unter Tom Stromberg. Er arbeitet in freien Ensembles wie auch an festen Häusern. Hierbei ist er in vielfältigen Funktionen als Schauspieler, Regisseur, Videoszenarist und Theaterpädagoge tätig. Zeitgleich arbeitet er als Darstellendes-Spiel-Lehrer an verschiedenen Schulen in Hamburg (Carl-von-Ossietzky-Gymnasium, Klosterschule, Stadtteilschule Bahrenfeld, etc.). Er kooperiert mit Initiativen wie TUSCH und den Kulturagenten und doziert über das Spannungsfeld Performance/Soziale Arbeit.

Sein derzeitiger künstlerischer Schwerpunkt liegt im modernen Schatten-, Puppen- und Objekttheater. Mit seiner Frau und seiner Tochter lebt er in Hamburg.

Christopher Weiß ist diplomierter Schauspieler und freier Regisseur.
Nach seinem Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und Theater Hannover folgte ein mehrjähriges Engagement am Deutschen Theater Göttingen, wo er auch inszenierte und als Autor tätig war. 2006 erhielt er den Göttinger Nachwuchsförderpreis für seine Inszenierung „Der Ball ist ein Sauhund“. Seit 2007 arbeitet Christopher Weiß freiberuflich in Hamburg.

Nach Engagements in diversen freien Ensembles wie auch am Thalia Theater Hamburg bewarb er sich erfolgreich an der w.i.w. AKADEMIE Brandenburg unter der Leitung von Tom Stromberg und schloss sein Studium im Januar 2009 mit dem Projekt „Fettschweif“ am Maxim Gorki Theater Berlin ab. In der Folge gründete Christopher Weiß gemeinsam mit Kai Fischer die Theatergruppe Die AZUBIS, mit der er bis heute zahlreiche Performanceprojekte im Bereich Hamburg und Niedersachsen umsetzte.

Christopher Weiß ist außerdem Autor der Jugendtheatersparte des Theaterensembles „boat people projekt“ in Göttingen. Er wurde mit der Produktion „Steh deinen Mann“ 2015 zum Augenblickmal Festival Berlin eingeladen.