Regie, Text und Spiel: Die AZUBIS (Kai Fischer und Christopher Weiß)

Dramaturgie und Produktionsleitung: Dorothee de Place

Musik: Florian Polzin

Bühne, Kostüm, Requisite:Tina Erösova

Spiel: Dagmar Dethlefsen, Sabrina Fries, Oliver Gerhard, Katrin Heins, Cornelia Neudeck, Amon Nirandorn, Sven Olejnik, Lars Pietzko, Thea Sagawe, Marc-André Steffen, Agnes Wessalowski, Emily Willkomm, Lisa Apel

Kooperationspartner:
Klabauter Theater

Förderer: Privattheaterförderung der Stadt Hamburg, Förderverein des Klabauter Theaters

Der Marsch

Bitte Kopfhörer anlegen und achten sie auf den Verkehr!

PREMIERE November 2020

Der Marsch - eine künstlerisch nachhaltige Audioinstallation von Bürger*innen Bargteheides als Intervention im öffentlichen Raum zum Thema Erinnerungskultur.

Veranstalter: Die Theaterwerkstatt im Kleinen Theater Bargteheide e.V.

Am 01.05.2020 jährte sich einer der letzten Todesmärsche von ca. 200 KZ - Insassen aus dem Lager Neuengamme durch Bargteheide. Wir möchten ein Audiofeature mit einam Ensemble aus ca. 20 Bargteheider Bürger*innen entwickeln und aufnehmen. An einer Gedenksäule am Stadteingang können die Zuschauer*innen über einen QR Code auf das Handy diesen Audiotrack herunterladen. Der Audiowalk führt die Zuschauer*innen mittels Kopfhörer durch den Stadtraum Bargteheides den Originalweg des Todesmarsches entlang.

Die Zuschauer*innen hören historische Daten, gelesene Zeitzeugenberichte und setzten die historischen Fakten und Erlebnisberichte mit dem heutigen Stadtbild, bestimmten Orten und Wegen, in Verbindung. Zudem wird der Stadtraum zu einem Ort künstlerischer Auseinandersetzung. Gedanken, Gedichte, Wünsche, Visionen und Lieder von Bargteheider Bürger*innen thematisieren die Bedeutung, an die NS Zeit zu „erinnern“, sowie Wünsche und Träume für ein heutiges und zukünftiges Zusammenleben. Zum Beispiel: Eine Sängerin singt den Marsch, den die Lagerkapelle während des Todesmarsches gespielt hat und interpretiert ihn neu als Gedenkmarsch. Die Bürgermeisterin spricht über heutige Pflichten einer Stadt, Kinder reden über Zivilcourage, Schüler*innen des Bargteheider Gymnasiums sprechen einen Chor über aktuelle Gewaltnachrichten, Rassismus und Antisemitismus. Zeitzeugen berichten über die Entwicklung und ihre Wahrnehmung der heutigen Auseinandersetzung mit dem Thema „Erinnerung“. Welche Komponenten genau aufgenommen werden, wird mittel digitaler Kommunikation mit dem Kernensemble erörtert.

In der Überzeugung, dass „Erinnern“ stetiger Teil der Stadtkultur sein muss, um Missstände in der Gegenwart zu erkennen, geben wir die Möglichkeit, den Alltag für einen Moment zu unterbrechen. Wir geben Raum durch Kunst inne zu halten und sich der Verbindung von Vergangenheit und Gegenwart zur Gestaltung der Zukunft bewusst zu werden.

Die Zuschauer*innen können den Audiowalk jeder Zeit einzeln und selbstständig begehen.

Gefördert durch den fonds soziokultur und die Amadeu Antonio Stiftung