Ca. 30 Schul-Aufführungen in der Spielzeit 2017/2018

Deutschlandweite Festivals und Gastspiele

Regie, Text und Spiel: Die AZUBIS (Kai Fischer und Christopher Weiß)

Dramaturgie und Produktionsleitung: Caroline Heinemann

Kooperationspartner:
Stadtteilschule Bahrenfeld
Grundschule Tonndorf

gefördert durch:
Hamburgische Kulturstiftung, Stiftung Maritim Hamburg, Rudolf Augstein Stiftung, Kulturbehörde Hamburg

1. Platz des Hamburger Kindertheaterpreises 2017

 

Das Böse

Ein Kindertheaterstück für 4.-6. Klassen zum Thema Gut und Böse

Hier zum Video des Stückes ...

Rotkäppchen sitzt am Brunnen. Glück gehabt!
Im letzten Moment hat der Jäger sie aus dem Bauch des Wolfes befreit und das Gute hat gesiegt.
Aber was ist das? Stöhnend und ächzend hievt der Wolf sich aus dem Brunnen: „Ich armer Wolf, mir ist zum heulen.“

Angeekelt vom Selbstmitleid des Wolfes kommt Rotkäppchen mit ihm ins Gespräch – über das Böse im Wolf und das Gute im Rotkäppchen, über Schuld und Unschuld, Gerechtigkeit und Strafe. Und schließlich wetten sie, ob im bösen Wolf nicht doch etwas Gutes steckt. Sie machen sie sich auf den Weg durch den Märchenwald und entdecken den Reiz des Bösen und Böses im Namen des Guten. Sie treffen auf den besorgten Jäger von Nebenan und Schneewittchens vergifteten Apfel. Und am Schluss müssen sich die Zuschauer entscheiden, auf welcher Seite sie stehen.

Die Klassenzimmerstück „Das Böse“ ist ein philosophischer wie rasanter Ritt durch den grimm‘schen Märchenklassiker. Mit Schattentheater, Musik und den Mitteln des Erzähltheaters untersuchen wir die Fragen: Was ist das Böse? Wer entscheidet darüber, was gut oder böse genannt wird? Gibt es böse Menschen, oder nur böse Taten?

In einer Zeit, in der das Böse omnipräsent erscheint und Gewalttaten an der Tagesordnung sind, trauen wir den Kindern zu, die Ambivalenz des Themas zu erkunden. In einem stetigen Wechsel von theatralem Vor- und partizipativem Mit-Spiel führen Kai Fischer und Christopher Weiß durch die Aufführung und beziehen die SchülerInnen dabei in die Handlung ein – trashig, humorvoll und poetisch.

 

1. Platz des Hamburger Kindertheaterpreises!

In der Begründung der Jury heißt es: »Besonders faszinierend ist, dass Die AZUBIS in ›Das Böse‹ neben zeitgenössischen Techniken wie Bild- und Tonaufzeichnungen sowie Overheadprojektionen auch altbewährte Formen wie Schattenbilder, Sandmalerei und Puppenspiel einsetzen, vor allem aber auf die Urkraft der mündlichen Erzählung vertrauen. Dabei beziehen sie ihr Publikum so ein, dass es sich als Mitspieler fühlt. Partizipatives Theater ist hier nicht modisches Label, sondern ein Mittel der Erkenntnis. Die AZUBIS haben viel frischen Wind in die Hamburger Kindertheaterszene gebracht. Ihre Arbeit zeigt, wie sich mit Storytelling auch heute noch ein junges Publikum gewinnen und sogar zum Mitdenken sowie Mitmachen animieren lässt.«

Hart am Wind

Nach vom Schatten und vom Licht war jetzt auch unser zweites Klassenzimmer-Kindertheaterstück Das Böse beim Hart am Wind Festival (diesmal in Kiel)!

Begründung des Auswahlkommitees:

"Hier bist du Teil der Geschichte!

Ein emanzipatorisches und philosophisches Kinderstück, auf der Suche nach Gut und Böse. Durch geschickte Fragestellung und Spielanregungen wird das Publikum von der ertsen Minute an fester Bestandteil der Geschichte und zu Kompliz*innen der straken weiblichen Hauptfigur, Rotkäppchen. Gekonnt und nie moralisch fordern die Charaktere mal verspielt schüchtern, mal vor Coolness strotzend das Publikum zur direkten Auseinandersetzung mit Gut und Böse auf. Vom Erzähltheater über performative Anteile bis hin zu digitalen Elementen nutzen Christopher Weiß und Kai Fischer in ihren Figuren eine Vielfalt an Spielformaten und bedienen den dramatischen Leitfaden der Geschichte. Stets nehmen sie das Publikum ernst und reagieren auf jede Art der Interaktion. Wie ein tanzender Vorschlaghammer zertrümmert "Das Böse" alle bekannten und gelebten Vorstellungen davon, wer entscheidet was gut und böse ist. Durch technische Finesse im Umgang mit Alltagsgegenständen kann sich niemand der naheliegenden Realität entziehen. Ein bunter und sehr persönlicher Ausflug, der ohne jede Frage seine Spuren hinterlässt."

_ Karolin Wunderlich.